Was ist der Open Water Diver?

Jacques Cousteau

In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten Jacques Cousteau und Émile Gagnan die Aqua-Lung, das erste autonome Leichttauchgerät. Natürlich arbeiteten auch andere Entwickler parallel, teilweise auch früher an ähnlichen Tauchgeräten. In Zeiten vor dem Internet verschwanden aber viele dieser Erfindungen in Kellern und Schubladen. Die Aqua-Lung brachte es zur Serienreife.

Probleme

Jacques Cousteau und seine Mitstreiter stammten häufig aus dem Militär und verfügten über Kenntnisse aus dem Helmtauchen, waren passionierte Speerfischer und Apnoetaucher. Nun kauften erstmals Menschen ohne jegliche Vorkenntnisse seine Aqua-Lung. Der Sporttaucher war geboren. Die fehlenden Vorkenntnisse führten jedoch häufig zu schwerwiegenden bis tödlichen Unfällen. Eine Lösung musste her.

Erste Ausbildungssysteme

Gegen Ende der 50er Jahre entstanden erste Ausbildungsorganisationen, wie die CMAS unter Federführung von Jacques Cousteau oder NAUI in Nordamerika. Die Ausbildung war häufig an Clubs und Vereine gebunden, sehr gründlich, aber auch zeitlich sehr aufwändig. Somit blieb der Tauchsport lange Zeit ein sehr exklusives Hobby.

Die Kommerzialisierung

Um den Tauchsport einer breiteren Masse zugänglich zu machen, musste man die Ausbildung aus den Vereinsstrukturen herauslösen, die Inhalte verschlanken ohne die Tauchsicherheit zu gefährden und Produkte schaffen, die sowohl für den Kunden, als auch den Anbieter attraktiv waren. Das war die Geburtsstunde des Tauchsportverbandes PADI. Schnell entwickelte sich PADI zum Marktführer des boomenden Tauchsports.

Neue Verbände – neue Probleme

In der Folgezeit entstand eine Vielzahl neuer Tauchsportverbände, die ebenfalls ihre Tauchscheine verkaufen wollten. Das trug nicht immer zur Qualität der Ausbildung bei. Ein regelrechter Kleinkrieg unter den Ausbildungsverbänden entstand. Tauchscheine wurden gegenseitig nicht anerkannt. Kunden waren unzufrieden.

Die Lösung

Mit dem RSTC und der EUF entstanden zwei „Normungsverbände“. Gemeinsamkeiten der Tauchsportverbände wurden herausgearbeitet und in einer Norm festgelegt, beispielweise die Norm DIN EN ISO 24801-2 (Autonomous Diver). Kann ein Verband über Jahre die Einhaltung dieser Standards nachweisen, erhält er eine „Lizenz“, welche ihm qualitativ hochwertige Ausbildung bescheinigt. Der Kunde erhält einen weltweit anerkannten Tauchschein und kann bei jedem anderen Verband seine Ausbildung fortsetzen.

Die IDDA – unser Verband

Wir bilden nach den Standards der IDDA aus. Die IDDA verfügt über eine RSTC-Lizenz. Unsere Tauchscheine sind damit weltweit anerkannt.

Was darfst du mit dem Open Water Diver?

Der Open Water Diver ist weltweit ein Leben lang gültig. Er berechtigt dich an an geführten Tauchgängen teilzunehmen. Guides kennen ihre Tauchplätze, können dir viele schöne Dinge zeigen, bringen dich sicher zurück zum Boot oder an Land und können dir bei kleinen Einstiegsproblemen unter Wasser helfen. Später steht dir die Unterwasserwelt für erste eigene Abenteuer im Buddy-Team offen oder du entscheidest dich für die Ausbildung zum Advanced Open Water Diver.

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